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INHALT:

INTERNATIONAL Praktische Bedeutung von Handelsabkommen im Auslandsgeschäft wächst! Von Savas Poyraz In den letzten Jahren haben sich bilaterale und multilaterale Handelsabkommen zu einem effektiven Instrument im globalen Handel entwickelt. Obwohl dieses Vorgehen gegen das Grundprinzip der WTO, die Einräumung der Meistbegünstigtenklausel (Gleichbehandlung aller WTO Mitglieder), verstößt, überwiegen die Vorteile der bilateralen und regionalen Handelsabkommen derart, dass die WTO regelmäßig diesen zustimmt. Zumal die eigenen Verhandlungen in der Doha-Runde (Doha Development Agenda) für weitere Liberalisierungen im Welthandel weiterhin stocken. Ein erfolgreicher Abschluss der Doha-Runde ist derzeit nicht absehbar: zu groß sind die Interessenskonflikte. Folglich wählen viele Einzelstaaten, aber auch Ländergruppen wie die Europäische Union, mit bilateralen und regionalen Handelsabkommen eine neue strategische Ausrichtung, um bessere Zugangsmöglichkeiten zum globalen Businessparkett zu schaffen. A k t uel l s i nd 4 0 Verhandlungen von L ä nder n über bilaterale oder regionale Freihandelsabkommen bei der WTO gemeldet dies ist gemäß WTO-Recht verpflichtend. Bei den bilateralen Abkommen handelt es sich um eine Abmachung zweier Länder oder Ländergruppen. Bei den multilateralen sind mindestens drei Parteien beteiligt. Zweck dieser Übereinkünfte ist es in erster Linie neben gegenseitigen Investitionsvereinfachungen und Dienstleistungsliberalisierungen, gezielt nicht tarifäre Handelshemmnisse und tarifäre Barrieren (Zölle) zwischen den beteiligten Vertragspartnern kontinuierlich zu reduzieren bis hin zu deren Eliminierung. Insgesamt bestehen rund 300 aktive, bei der WTO registrierte Freihandelsabkommen, 50 SaarWirtSchaft 02/2012 von denen deutsche Unternehmen direkt oder indirekt profitieren können. Die Europäische Union unterhält insgesamt 39 (10 einseitige und 29 gegenseitige) Abkommen mit Drittstaaten und hat damit weltweit eine Spitzenposition. Foto:StephenFinn/Fotolia.com EU-Abkommen erleichtern Marktzugang Von diesen Abkommen können die Unternehmen in der EU direkt profitieren. Bei den einseitigen Handelsabkommen können Waren aus den jeweiligen Abkommensländern mit niedrigeren Zollsätzen als es die Meistbegünstigtenklausel der WTO hergibt oder sogar zollfrei eingeführt werden. Dies stellt eine wirtschaftliche Entwicklungshilfe der Europäischen Union für die Abkommensländer dar. Durch die niedrigeren Abgaben profitieren auch die europäischen Importeu- re - zumeist kommt dies auch dem letzten Glied in der Kette, den Endkunden zu gute. Ein weiterer positiver Nebeneffekt dieser Abkommensformen ist der Zugang zu kostengünstigen Rohstoffen in Entwicklungsländern - einer der Strategien der Europäischen Union für Rohstoffsicherung. Der Abbau von Handelshemmnissen und weltweit offene Märkte sind zentrale Aspekte des IHK-Jahresthemas ,,Energie und Rohstoffe für morgen". Bei den gegenseitigen Handelsabkommen können Waren mit günstigeren Zollsätzen gegenüber der gängigen WTO-Regelung oder sogar zollfrei im- und exportiert werden. Deshalb sind diese Abkommensländer grundsätzlich sowohl als Abnehmerland als auch als Lieferland sehr attraktiv - die Zollersparnis kann bei Vertragsverhandlungen der ausschlaggebende Erfolgsfaktor sein. Dies gilt auch bei Entscheidungen für Tochtergesellschaften im Ausland, insbesondere wenn sie den europäischen Markt beliefern oder/und Produkte von dort beziehen sollen. Allerdings müssen formellund materiellrechtliche Voraussetzungen eingehalten werden, damit die einseitigen oder gegenseitigen Abkommen in die Tat umgesetzt werden können. Folgende vier Grundregeln müssen bei der Anwendung der beidseitigen Abkommen eingehalten werden: Ursprungsbegründung der Ware auf dem Abkommensterritorium, Direktbeförderungsprinzip, Einhaltung der Zollrückvergütungsklausel und das Dokumentationsprinzip. Zu beachten ist hier, dass jedes Abkommen individuell zwischen den Vertragspartnern ausgehandelt wird. Es bestehen daher große Abweichungen zwischen den verschiedenen Abkommen. Die Europäische Union hat früh die strategische Bedeutung der Präferenzabkommen


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