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INTERNATIONAL erkannt für einen besseren Marktzutritt oder als Bezugsquelle. Das jüngste Beispiel ist das Handelsabkommen der EU mit Südkorea, das zum 1. Juli 2011 vorläufig (derzeit im Ratifizierungsprozess) in Kraft getreten ist. Dieses Abkommen soll laut Schätzungen der Kommission im Handel mit Waren und Dienstleistungen ein Zusatzvolumen von 19 Milliarden Euro schaffen. Zusätzlich sollen nach der sukzessiven Abbauphase der Zölle (7 Jahre gemäß dem Abkommen) rund 1,6 Milliarden Euro an Abgaben wegfallen - bereits mit dem In-Kraft-treten soll sich diese Ziffer auf etwa 800 Millionen Euro jährlich belaufen. Hinzu kommt der Wegfall vieler nichttarifärer Handelshemmnisse, wie z.B. Zertifizierungsprozesse. Weitere wichtige Verhandlungen werden derzeit mit Indien, Kanada und der Ukraine geführt. Diese Strategie der EU kommt auch der stark exportorientierten Saarwirtschaft zu gute. Das Saarland lieferte in 2010 Waren im Wert von fast 1 Milliarde Euro in Länder, mit denen ein gegenseitiges bilaterales oder multilaterales Handelsabkommen besteht - immerhin rund 10 Prozent der Gesamtaus- fuhren. Auf der Einfuhrseite belief sich die Bezugssumme auf über 800 Millionen Euro. Ob allerdings die Präferenzbehandlungen sowohl bei der Ein- als auch Ausfuhr ausgenutzt wurden, ist zweifelhaft. Denn: es besteht keine Hinweispflicht der beteiligten Zollbehörden - der Impuls zur Realisierung der Vorteilsregelung muss vom Unternehmen kommen. Beispiel: EU-Südkorea Abkommen Zum Beispiel kann eine Abschleifmaschine aus der EU mit einem Präferenznachweis (Ursprungserklärung auf einem Handelsdokument) zollfrei nach Südkorea geliefert werden. Ohne einen Präferenznachweis wird für dieselbe Ware ein Zollsatz von 8 Prozent erhoben. Umgekehrt könnte dieselbe Maschine mit einer Zollersparnis von über 2 Prozent aus Korea in die EU importiert werden. Grundsätzlich sind die Zollersparnisse auf der Ausfuhrseite (im Drittland) höher als der Einfuhrseite, weil sich die Zollsätze der EU auf einem niedrigeren Niveau befinden als in den meisten Abkommensländern - prinzipiell sind die Vorteile für Exporteure größer. Allerdings gibt es Abweichungen. Zum Beispiel können jetzt Skischuhe mit einem Präferenznachweis aus Korea zu einem Zollsatz von null Prozent bezogen werden. Der normale WTO-Abgabensatz liegt bei fast 17 Prozent. Regionale Freihandelsabkommen eröffnen Chancen Neben den Handelsabkommen der EU gibt es weltweit viele regionale Freihandelsabkommen, von denen europäische Unternehmen ebenfalls direkt profitieren können. Bei Produktionsstandortentscheidungen sollte das Kriterium der bereits existierenden oder geplanten Freihandelsabkommen des jeweiligen Drittlandes mit in die Entscheidungsfindung einfließen.


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