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INNOVATION UND UMWELT Rohstoffe für die deutsche Wirtschaft Von Dr. Volker Steinbach Unsere Gesellschaft ist in hohem Maße von der Rohstoffnutzung abhängig. Für alle Lebensbereiche, wie z.B. Mobilität, Kommunikation, medizinische Versorgung, selbst für den Anbau von Nahrungsmitteln, sind mineralische und Energierohstoffe unabdingbar. Um einige Rohstoffe ist in den letzten Jahren ein massiver Wettbewerb ausgebrochen. Hochtechnologiemetalle, wie z.B. Seltene Erden, Germanium oder Indium, gelten als Schlüssel für die Entwicklung von Zukunftstechnologien. Die Deutsche Rohstoffagentur berät kleine und mittlere Unternehmen bei der Sicherung ihrer Rohstoffversorgung. Die derzeitige Rohstoffknappheit ist durch markttechnische und geostrategische Faktoren verursacht: · Das rasante Wirtschaftswachstum der Schwellenländer bewirkt maßgeblich den wachsenden Rohstoffkonsum. Während z.B. China in den 80er und 90er Jahren ein großer Rohstoffexporteur war, ist es heute bei vielen Rohstoffen der größte Verbraucher und Importeur. · Das Rohstoffthema wurde in den 90er Jahren auf Grund der entspannten Weltrohstoffmärkte unterschätzt, so dass global zu wenig in Exploration, Bergbau und Infrastruktur investiert wurde. · Neue Technologien, z.B. für den Ausbau erneuerbarer Energien erfordern völlig neue Rohstoffkomponenten. · Wettbewerbsverzerrungen, z.B. chinesische Exportquoten auf Seltene Erden, hohe Länder- bzw. Firmenkonzentrationen sowie politische Instabilität einiger Regionen behindern den freien Zugang zu Rohstoffen. Das Gesamtrohstoffaufkommen Deutschlands betrug 2010 rund 138 Milliarden Euro. Davon entfielen über die Hälfte auf Importe von Energierohstoffen, rund ein Viertel auf Importe von Metallen und Industriemineralen sowie ein Viertel auf die heimische Produktion aus Primär- und Sekundärrohstoffen. Dies zeigt deutlich, dass: · Deutschland bei Metallen fast vollständig und bei Energierohstoffen in hohem Maße Foto:bilderbox.com vom weltweiten Rohstoffmarkt abhängig ist und somit faire globale Handels- und Wettbewerbsverhältnisse benötigt, · das Eigenpotenzial an Rohstoffen, insbesondere bei Baurohstoffen und Industriemineralen für eine nachhaltige Rohstoffversorgung einen wesentlichen Beitrag leistet und · das die im weltweiten Vergleich hohen Recyclingkapazitäten weiter ausgebaut werden müssen. · Verknappungen von Rohstoffen können zu Produktionseinschränkungen führen sowie Innovationen behindern. Steigende Rohstoffpreise und Probleme bei der Ver- fügbarkeit erfordern daher auch ein verstärktes politisches Handeln. Vor diesem Hintergrund wurde im Oktober 2010 die ,,Rohstoffstrategie der Bundesregierung Deutschland" vorgelegt und als eine der strukturellen Maßnahmen die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe gegründet. Sie dient als Transferstelle und fungiert für Wirtschaft und Politik als zentrale Informations- und Beratungsplattform. Als Dienstleister der deutschen Wirtschaft stellt die DERA ihre rohstoffwirtschaftliche Wissensbasis zur Verfügung. Das Kernstück der DERA ist das Rohstoffinformationssystem. Im internationalen Wettbewerb ist Information ein wertvolles Gut, das die Transparenz von Märkten erhöht und im Rahmen der Rohstoffsicherung sachlich fundierte Entscheidungen unterstützt. Kundenspezifische Bewertungen zur Marktsituation von Rohstoffen, die Analyse von SaarWirtSchaft 02/2012 57


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