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DER STANDPUNKT Das Saarland muss Zuwanderungsland werden! Von Volker Giersch Fachkräfte werden in den nächsten Jahren zunehmend knapp - bundesweit, aber vor allem hier im Saarland. Hauptgrund dafür ist der demografische Wandel, der hierzulande deutlich stärker ausfällt als anderswo in Deutschland. Bis 2030 wird die Zahl der Saarländer im erwerbsfähigen Alter immerhin um rund ein Fünftel sinken. Wenn wir vermeiden wollen, dass der Fachkräftemangel zur Wachstumsbremse wird, müssen wir frühzeitig und energisch gegensteuern. Und das stärker als andere Regionen. Dazu ist es zunächst nötig, die Potenziale hier im Land konsequent auszuschöpfen. Wir müssen mehr Frauen für den Arbeitsmarkt gewinnen, ältere Menschen länger beschäftigen, Menschen mit Migrationshintergrund besser in den Arbeitsmarkt integrieren, Abbrecherquoten in Studium und beruflicher Ausbildung reduzieren und die Qualität der Schulen weiter verbessern. Doch das alles wird nicht reichen. Wir brauchen, um die Fachkräftelücke zu schließen, zugleich auch qualifizierte Zuwanderung von außen; dies in der Größenordnung von 30.000 bis 40.000 Fachkräften bis 2030. Nur als Zuwanderungsland wird das Saarland weiterhin überdurchschnittlich wachsen können. Zu diesem Fazit kommt nicht nur unsere IHK, sondern auch die ,,Allianz für Fachkräftesicherung", in der sich Landesregierung, Wirtschafts- und Arbeitnehmerorganisationen und Bundesagentur für Arbeit verpflichten, die Herausforderungen des demografischen Wandels offensiv anzugehen. In dem gemeinsam beschlossenen Strategiepapier zielt deshalb eines der acht Handlungsfelder darauf ab, mehr Fachkräfte von außen zu gewinnen. 86 SaarWirtSchaft 02/2012 Hierzu bedarf es freilich beträchtlicher Anstrengungen. Denn bislang ist das Saarland noch Abwanderungsland. Seit 2005 sind rund 8.000 Personen mehr aus dem Land fortgezogen als zugewandert. Es gab zwar Wanderungsgewinne gegenüber dem Ausland. Diese haben aber nicht ausgereicht, die Wanderungsverluste an andere Bundesländer auszugleichen. Hoffnung macht allein das Jahr 2010, in dem erstmals seit sechs Jahren wieder eine ausgeglichene Wanderungsbilanz erreicht wurde. Ob 2010 bereits eine Trendwende markiert, ist allerdings mehr als fraglich. Junge Fachkräfte im Land halten Die anhaltende Abwanderung in andere Bundesländer wiegt umso schwerer, als es sich dabei zumeist um jüngere und gut ausgebildete Arbeitskräfte handelt. Insbesondere Hochschulabsolventen und junge Familien, in denen beide Partner berufstätig sein wollen, fanden und finden in anderen Regionen häufig bessere Beschäftigungschancen. Einer der Gründe dafür ist, dass es hierzulande an Unternehmenszentralen und Entwicklungsabteilungen mangelt und es deshalb zu wenig qualifizierte Arbeitsplätze in Management und Verwaltung, in Forschung und Entwicklung, in Beratung und Dienstleistung gibt. Wir sollten deshalb hier im Land Anreize dafür schaffen, dass den saarländischen Werken künftig zusätzliche Management- und Entwicklungsaufgaben übertragen werden - etwa über die weitere Stärkung der Ingenieur-


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